Mama, was ist eine Trümmerfrau? – der Text für Kinder


Zwei schwarz-weiß Bilder: Eine Trümmerfrau bei der Arbeit und ein Gruppenbild auf Geröll. Mala und Makek sind in das Gruppenbild eingefügt. Sie haben auch Schaufel und Eimer dabei.
Trümmerfrauen – das ist ein seltsamer Name, findest du nicht auch? Also, wir erklär dir erst mal, was Trümmer sind: Wird etwas Großes zerstört, nennt man die kaputten Teile Trümmer. Nehmen wir zum Beispiel ein kaputtes Haus: Da bleiben Steine, Staub, Sand, Mörtel, Holz und Glas von den Fensterscheiben übrig. Das sind die Trümmer.

Und was haben die Trümmerfrauen gemacht? Nicht dass du jetzt denkst, Trümmerfrauen hätten die Häuser kaputtgemacht. Nein: Sie haben die Trümmer von den zerstörten Häusern aufgeräumt. Meistens mit Schaufeln und Eimern und anderen einfachen Geräten.

Wieso waren die Häuser überhaupt kaputt? Gut, dass du das fragst. Das ist nämlich gar nicht so einfach zu verstehen. Vor einiger Zeit gab es einen großen und schlimmen Krieg – den Zweiten Weltkrieg. Bei dem sind nicht nur Häuser zerstört worden, sondern ganze Städte.

Schwarz-weiß Bild einer zerstörten Stadt. Häuser, Straßen, Spielplätze, Parks und Geschäfte - alles war zerstört.

Wann war das? Zum Glück ist das schon lange her. Ich war da auch noch nicht auf der Welt, Oma und Opa auch nicht. Aber die Mama und der Papa von deinen Großeltern, die mussten den Krieg leider miterleben.

Haben die Frauen das alles alleine aufgeräumt? Manchmal wird das erzählt. Aber auch damals gab es Bagger und Lkws. Den größten Teil der zerstörten Häuser haben wahrscheinlich Bauunternehmen weggeschafft. Aber die Frauen haben mitgeholfen.

Zwei schwarz-weiß Bilder von Baggern, die nach dem Zweiten Weltkrieg Trümmer wegräumen. Die Tannenzapfen Mala und Makek sind als Collage eingesetzt und sind so mit ihrem eigenem Bagger dabei.

Gibt es heute noch Trümerfrauen? Nein, in Deutschland nicht. Glücklicherweise sind die zerstörten Städte hier unterdessen alle wieder aufgebaut. Natürlich arbeiten auch heute noch Frauen auf Baustellen. Und manchmal gibt es auch noch kaputte Häuser. Nach einem Erbeben zum Beispiel oder einem Brand. Oder, wenn ein Haus abgerissen wird, um ein neues zu bauen.

Aber die Bauarbeiter arbeiten dann nicht mit ihren bloßen Händen oder einfachen Eimern und Schaufeln. Sondern mit modernen Baufahrzeugen, wie Baggern und Kipplastern. Aber da kennst du dich bestimmt besser aus als ich, oder?

Zwei Bilder von modernen Baustellen. Auf dem einem sitzen Mala und Makek mit Bauhelmen auf einem Bagger. So arbeiten Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter heute

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Fotonachweis: Geschichte für Kinder erklärt – Mama, was ist eine Zer-Trümmerfrau?

  • Trümmerfrau bei der Arbeit: Dresden, Trümmerfrau beim Transport von Ziegelsteinen, 1946: Quelle Deutsche Fotothek, Aufnahme-Nr. df_ps_0000070
  • Gruppenbild Trümmerfrauen, Leipzig, 1949: Quelle Deutsche Fotothek, Aufnahme -Nr. df_roe-neg_0001374_003
  • Trümmer von einem zerstörtem Haus: Katastrophenhochwasser im Osterzgebirge am 8. Juli 1927, Quelle Deutsche Fotothek, Aufnahme-Nr. df_bika039_0001447_motiv
  • So sah es nach dem Krieg aus: Dresden. Blick vom Rathausturm mit Skulptur auf die zerstörte Innenstadt, 1945, Quelle Deutsche Fotothek, Aufnahme-Nr. df_hauptkatalog_0314637
  • Schweres Gerät bei der Arbeit: Hamburg. Beginn des Wiederaufbaues, 1948, Quelle Deutsche Fotothek, Aufnahme-Nr.: df_ger-pos_0002653
  • Bagger räumt Trümmer weg: Trümmerbeseitigung in Altona, 1947, Quelle Deutsche Fotothek, Aufnahme-Nr. df_ger-pos_0002621
  • Moderne Baustelle: pixabay
  • Hier soll ein neues Haus gebaut werden: pixabay